Vom Sacherl zum modernen Hofgut: Der Stefflbauer

Emplstr. 2
München
  • Erbaut: 1907
  • Besonderheit: zweigeschossiger Einfirsthof mit Eisenbalkon, Wohnteil barockisiert

Die große, giebelständische Hofanlage mit Wiederkehr (dem rechtwinklig angestelltem Garagenbereich) und dem östlich, parallel zum Haupthaus stehenden Gebäudetrakt, wirkt auf den ersten Blick wie ein klassischer Dreiseithof.

Die alte Hofstruktur des 1907 im Neubarock gestalteten Haupthauses mit dem Wohnbereich und dem daran anschließenden ehemaligen Wirtschaftsbereich aus Stall und Scheune, zwischenzeitlich zu Gewerbe-und Wohnraum umgebaut, ist noch sehr gut ablesbar. Eine Seltenheit ist heutzutage auch der ansprechende Taubenschlag, auch Taubenkobel genannt, der seit 1926 im Zentrum des Hofes steht.

Der Stefflhof verdankt seinem Namen dem Kloster Weihenstephan, zu welchem er bis 1803 gehörte und das umgangssprachlich auch „Weihsteffi“ genannt wurde. Der Hof hatte zur Zeit seiner Entstehung nur den Status einer Sölde und war Heimat für Tagelöhner, die nur ein karges Leben hatten. Ab 1745 gelingt der Familie Feichtmayr in zwei Generationen der soziale Aufstieg innerhalb der Bauernschaft und aus der ehemaligen Sölde wird ein Großbauernhof. 1927 übernimmt die Familie Empl den Hof und muss gleich im ersten Jahr schwere Verluste durch ein großes Feuer während der Getreideernte verkraften. Auch heute noch wird der Stefflhof als landwirtschaftlicher Ackerbaubetrieb geführt.